Bevor du E-Mails öffnest, schreibe drei unzensierte Absätze von Hand. Nenne mindestens eine Beobachtung vom Weg hierher. Streiche nichts. Das Papier nimmt Chaos auf und legt brauchbare Spuren frei. Viele finden darin überraschende Zusammenhänge, die später am Schreibtisch wie Abkürzungen funktionieren und Projekte leichter, schneller, freundlicher starten lassen.
Beantworte drei Fragen: Was hat mich überrascht? Was habe ich gelernt? Was probiere ich morgen kleiner? Halte die Antworten knapp, aber täglich. Dieser leise Abschluss verhindert die Illusion, alles morgen nachzuholen, und schenkt dir ein Gefühl von Bewegung, das motiviert, selbst an vollen Tagen zwei Minuten für Neugier zu retten.
Am Wochenende sichtest du Notizen, Fotos, Memos und wählst fünf Fundstücke aus. Gib ihnen Titel, markiere offene Fragen, archiviere den Rest ohne schlechtes Gewissen. Kuration schafft Richtung. Aus losem Material wird ein kleiner Pfad, den du nächste Woche weitergehst. So wächst Substanz, ohne dich zu überfordern, und die Sammlung bleibt lebendig statt schwer.
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